LANSBERG, Philipp In quadrantem tum Astronomicum…

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Äußerst seltene Originalausgabe von Philippe Lansberg
Philippe Lansberg war einer der besten Verteidiger des kopernikanischen Systems im protestantischen Europa zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts. Kepler und Galilei, seine Zeitgenossen, haben seine Werke aufmerksam gelesen. « Ungewöhnliches Volumen, erwähnt Brunet, das ein bemerkenswertes Werk enthält, das den Titel trägt: ‚Tabulae motuum coelestium perpetuae, ex omnium temporum Observationibus consentiente‘… »

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Artikelnummer: LCS-13260 Kategorie:

In quadrantem tum Astronomicum, tum geometricum, nec non in Astrolabium, Introductio. Omnibus militiae Prefectis, machinarum Magistris, Mercaturam exercentibus, Geodaetis, Mari iter facientibus, ac Mathesi addictis, apprime utilis. Belgice ab Autore scripta ; nunc vero Latina prodit, opera, Middelbourg, Z. Romanum, [sed in fine : Harlemi, ex off. A. Romani, 1635]. In-folio de 28 pp., (1) f. d’index und 2 doppelseitige Platten astronomischer und geometrischer Quadranten, 1628 gezeichnet ; (1) f.bl. Erstausgabe. J. de La Lande, Bibliographie astronomique, p.205.

– [Gefolgt von] : LANSBERG, Philipp. Sphaera Plana à Ptolomaeo Astrolabium dicta. Ex Lingua Belgica in Romanam translata. Interprete I. Francio Sil. Middelbourg, Z. Romanum, 1636. In-folio de 25 pp., (2) S. Tabelle und 2 doppelseitige astronomische Platten. Erstausgabe.

Diese 2 Werke enthalten in :

LANSBERG, Philip. Opera Omnia. Middelbourg, Zachariam Roman, 1663. In-folio de : (8) ff., 118 S. mit (2) ff. zwischen den S. 88-89 (Astronomi Celeberrimi); (5) ff., 74 S., (1) f.bl. (Uranometriae, Libri Tres); (3) ff., 53 S. (1) S. bl. (Horlogiographia Plana); (4) ff., 34 S. und 1 faltbare Platte zwischen den S. 18-19, (1) f.bl. (Commentationes in motum terrae…) ; (6) ff., 41 S., (1) S. bl. (Tabulae motuum coelestium perpetuae …) ; (1) f. Titel, 180 S., 1 doppelseitige faltbare Tabelle, 181 S., (3) (Tabulae motuum coelestium perpetuae …) ; (2) ff., 103 S., (1) S.bl. (Chronologiae Sacrae).

Insgesamt 3 Werke in 1 Band in-folio, voll-beschneidete Elfenbeinpergament, glatter Rücken, Titelstück in rotem Maroquin, gesprenkelte Schnitte. Handschriftliches Ex Libris und Stempel auf dem Titelblatt. Einband der Zeit.

285 x 180 mm.

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Extrem seltene Originalausgabe des « Quadrantem tum astronomicum in astrolabium » des belgischen Mathematikers Philippe Lansberg (1561-1632), gedruckt 1635, über die Kepler sagte, « er habe die trigonometrischen Tabellen von Lansbergen vorteilhaft genutzt ». Kein vollständiges Exemplar dieser prächtigen Originalausgabe ist seit einem halben Jahrhundert auf dem internationalen öffentlichen Markt verzeichnet und es sind nur 3 Exemplare von Grassi bekannt: in Leiden, Stockholm und Uppsala.

Ebenso seltene Originalausgabe der « Sphaera plana a Ptolomaeo astrolabium » gedruckt 1636, von der seit einem halben Jahrhundert kein Exemplar auf dem öffentlichen Markt verzeichnet ist und von der nur drei Exemplare von Grassi bekannt sind: in Leiden, Stockholm und Uppsala.

Erste Sammelausgabe der « Opera Omnia », prächtiger Band, gedruckt 1663. Brunet, III, 825.

Lalande besaß ein Exemplar dieses prächtigen Bandes und die « Opera Omnia » haben zweifellos Delambre beeinflusst. Die beiden ersten Abhandlungen der Opera Omnia bilden das mathematische Werk von Lansberg. Eine rechtwinklige und sphärische Trigonometrie und eine Zykloometrie; die anderen behandeln den astronomischen Quadranten, das Astrolabium und die Sonnenuhr und geben astronomische Tabellen.

Lansberg war ein Anhänger der Hypothesen von Kopernikus und Kepler (dessen elliptische Form der Planetenbahnen er nicht akzeptierte), was ihm viele Unannehmlichkeiten seitens der protestantischen Pastoren einbrachte. Seine Eltern erzogen ihn im protestantischen Glauben, dem er stets treu blieb. Er studierte in England, kehrte nach Gent zurück, verließ dann erneut seine Geburtsstadt, um sich um 1580 in Antwerpen niederzulassen. Als 1585 die Handelsmetropole wieder unter die Herrschaft von Philipp II. von Spanien fiel, verließ er Belgien, um sich in den Niederlanden, in Leiden, niederzulassen, wo er als Pastor lehrte, dann in Ter-Goes und Middelburg, wo er als Arzt praktizierte und sich vor allem seinen Lieblingsstudien, der Mathematik und der Astronomie, widmen konnte. Er war Schüler von Simon Stevin in Leiden und verband sich mit Willebrond Snell, der dieselbe Leidenschaft mit ihm teilte. Er starb am 8. November 1635 in Middelburg. Tallemant des Reaux bemerkt in seinen Historietten, dass er einer der wenigen Europäer war, die die Algebra von François Viète verstanden; Kepler nutzt seine Berechnungen.

Die Opera Omnia sind gewiss weniger selten als die beiden oben erwähnten Originale, die im Band gebunden sind, und laut Grassi findet man sie in Bologna, Bonn, Brüssel, Edinburgh, Greenwich, Hamburg, Leiden, Straßburg und Uppsala, doch ist innerhalb des letzten halben Jahrhunderts nur ein vollständiges Exemplar auf dem öffentlichen Markt erschienen: « Honeyman Copy, Sotheby’s 12/05/1980 in restaurierter späterer Bindung mit Wurmlöchern ».

Prachtvolles Exemplar, das in seinem zeitgenössischen Pergament sehr rein erhalten ist, enthält 3 Werke von Lansberg, von denen die ersten beiden völlig unauffindbar sind, aus der Bibliothek der Grafen von Peren (mit Ex Libris).

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Auteur

LANSBERG, Philipp