Paris, Lamy (aus der Druckerei von Didot jeune), 1789-1791.
5 Bände Großformat in-4 von: I/ (3) Bl., 504 S., (2) Bl.; II/ (2) Bl., 537 S. (irrtümlich nummeriert 503), (3) S.; III/ (1) Leerseite, (2) Bl., 565 S. (falsch nummeriert), (4) S., (1) Leerseite; IV/ (1) Leerseite, (2) Bl., 561 S., (4) S.; V/ (2) Bl., 562 S. Vollständig in rotem Maroquinleder der Zeit, goldene griechische Umrandung der Deckel, Rücken mit erhabenen Bünden verziert, dekorierte Schnittkanten, goldene Innenrolle, goldene Schnittkanten. Einbände der Zeit.
307 x 227 mm.
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Erste Ausgabe der französischen Übersetzung von J.-B. Le Febvre de Villebrune des Hauptwerks von Athenäus, „Das Buch der Deipnosophisten“ oder Das Gastmahl der Gelehrten. Brunet, I, 536; Picot, Livres du Baron de Rothschild, II, 1901.
Das Werk steht in der Tradition des „symposiatischen“ Genres, das meisterhaft durch Platons Gastmahl illustriert und durch das Gastmahl des Xenophon fortgeführt wird.
„Wenn Platon und Xenophon nur einen einzigen Moment des Festmahls erfassten, nämlich den der Trankopfer (potos), so erfasst Athenäus hingegen auch den Teil, der diesem vorangeht, das heißt das eigentliche Gastmahl (deipnon); jedoch fehlt seiner Darstellung die theatralische Lebendigkeit Platons und der malerische Realismus Xenophons. Das Gastmahl spielt in Rom, anlässlich der „Parilien“: Die Gelehrten, die daran teilnehmen, diskutieren über die verschiedensten Themen, nur die Politik wird nicht angesprochen, da Athenäus und seine Freunde in der Atmosphäre der „Pax Romana“ baden und alle konformistisch sind. Trotz seiner Weitschweifigkeit ist das Werk von unschätzbarer Bedeutung; ohne es würden ganze Kapitel der Geschichte und des hellenischen Lebens fehlen und wir wüssten noch viel weniger über die alte und neue Komödie. Die „Deipnosophisten“ stehen auch in der großen Tradition der Sprachgelehrsamkeit, die von Aristarchos‘ Werk bis zu dem von Suidas reicht: Ihr Beitrag im Bereich des Vokabulars ist in der Tat sehr wertvoll.“ Maria Teresa Chianura.
Das Werk steht natürlich auch im Zusammenhang mit der Gastronomie durch die Anzahl der beschriebenen Speisen.
Schönes Exemplar, auf großem Velinpapier gedruckt, in seinen dekorierten rotem Maroquin-Einbänden der Epoche erhalten.
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