Paris, Claude Barbin, 1689.
4 Bände in 2 Bänden in-12 von: I/ (2) Bl., 211 S. ; (1) Bl., 214 S., (1) Bl. leer ; II/ (1) Bl., 216 S. ; nummerierte 213 Seiten, (5) S. des Privilegiums.
Glänzendes Kalbsleder, Rücken mit Bünden verziert, Titel- und Bandbezeichnungen aus rotem Maroquin, goldene Rolle auf den Schnitten, rote Schnittkanten. Bindung der Epoche.
154 x 85 mm.
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Véritable seconde édition de l’une des principales œuvres littéraires françaises du XVIIe siècle.
Tchemerzine, III, 840-841.
Erschienen am 17. März 1678, das Buch war ein großer Erfolg : Mme de Sévigné äußerte ihre Begeisterung; Fontenelle las das Werk viermal; Boursault machte daraus eine Tragödie in 5 Akten; Valincour entfachte die Meinung mit seinen « Briefen… », auf die der Abt von Charnes antwortete.
Auch wenn Mme de la Fayette in einem Brief vom April 1678 jegliche Mitwirkung bei der Erstellung dieses Werkes bestreitet, ist es nun unbestreitbar, dass sie das Werk verfasst hat, beeinflusst vom prägnanten Geist ihres engen Freundes La Rochefoucauld und beraten von Segrais.
Diese wirkliche zweite Ausgabe, in großen Buchstaben gedruckt, übernimmt das Original, mit Ausnahme des Titelornaments des Bandes III, das hier mit dem Blumenstrauß gestaltet ist, der auch auf dem Titel des Bandes IV abgebildet ist.
Ein Werk, das die gesamte neue literarische Schule repräsentiert, es ist das erste Buch, das dem modernen Konzept des Romans entspricht; das große Verdienst des Autors liegt darin, in diesem Analyse-Roman die subtile Romantik des kostbaren Geistes mit der nüchternen und ewigen Wahrheit des Klassizismus in Einklang gebracht zu haben.
Das Werk lässt auch historische Figuren wieder aufleben: Henri II, Catherine de Médicis, Diane de Poitiers, Marie Stuart, reale Intrigen dieses Endes der Herrschaft von Henri II und des Beginns der Herrschaft von François II. Durch eine unbewusste Übertragung wird die Atmosphäre des Hofes von Ludwig XIV oft heraufbeschworen.
Ein kostbarer, historischer und analytischer Roman, Die Prinzessin von Clèves bleibt ein lebendiges Werk durch seine Darstellung wahrer Gefühle und der Verwüstungen der Leidenschaft.
Verführerisches Exemplar, mit sehr großen Rändern (Höhe 154 mm), in einem eleganten zeitgenössischen Einband.
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