BALZAC, Jean-Louis Guez de. Le Prince.

Preis : 14.500,00 

Erstausgabe des Fürsten von Guez de Balzac (1597-1654), ab das Werk, das zur Bestimmung der Sprache beitrug und eines der schönsten Denkmäler der französischen Prosa darstellt bb.
Hervorragendes Exemplar aus der Bibliothek von Guy Pellion mit Ex-Libris.

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Artikelnummer: LCS-18214 Kategorie:

Paris, Toussainct du Bray, P. Roccolet, Cl. Sonnius, 1631.

In-4 von 27 Seiten, (1) S. aus dem Privileg, 400 S., 56 S. und (8) Bl.

Ganz heller Kalbsleder, goldener dreifacher Faden, der die Deckel einfasst, reich verzierter Rücken mit Bünden, Titel- und Bandstücken aus rotem und grünem Maroquin, goldene Doppellinie auf den Schnitten, goldene Schnitte. Bindung aus dem 19. Jahrhundert signiert Niédrée.

237 x 178 mm.

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« Originalausgabe mit einem schönen Titelkupferstich, der das Porträt von Ludwig XIII. zeigt ». Tchemerzine, I, 355.

Jean-Louis Guez de Balzac (1597-1654) erhält nun eine neue Betrachtung. Während er nach wie vor als der Restaurator der französischen Sprache anerkannt wird, den Ménage rühmte, richtet man nunmehr größeres Interesse auf seine Vorstellungen von Moral und Politik, « seine alte Herrin ».

« Nach seiner Rückkehr aus Italien, wohin er den Kardinal von La Valette begleitet hatte, hatte sich Balzac bereits durch seine Briefe einen Namen gemacht. Er wurde als Triumphator empfangen und von der gesamten eleganten und gebildeten Welt gesucht; besonders Richelieu tat alles, um einen so wertvollen Geist zu gewinnen. Wahrscheinlich in den Kreisen des Hofes, die er jedoch nach 1624 kaum noch frequentierte, entstand bei Balzac das Projekt, dieses Buch zu schreiben: Vielleicht wurde es ihm mehr oder weniger direkt in Auftrag gegeben.

Man erzählt, dass Balzac, nachdem er von einem Edelmann die Empörung eines seiner Freunde gehört hatte, der in Gefangenschaft der Barbareskenpiraten war und über die Beleidigungen entsetzt war, die im Namen Ludwigs XIII. vor ihm geäußert wurden, beschloss, seinen Schreibfeder darauf zu richten, das Glück Frankreichs zu schildern, unter einem so glorreichen Zepter wie das dieses Königs zu leben. Obwohl « Le Prince » auf eine gewisse Allgemeinheit hin abzielt und der Name des Königs nicht erwähnt wird, ist es in der Tat ein idealisiertes Bildnis Ludwigs XIII., ein Held, der der Antike würdig ist. Voller Harmonie und großer Strenge, trug dieses Werk, mindestens ebenso wie die « Lettres », zur Festlegung der Sprache bei und stellt eines der schönsten Denkmäler der französischen Prosa dar. Balzacs politische Ideen sind übrigens nicht gleichgültig, sie sind der perfekte Ausdruck des Geistes seiner Zeit ». (Dictionnaire des Œuvres, V, 511).

« C’est d’Italie qu’il commença d’écrire ses ‘Lettres’ qui devaient un jour lui assurer la gloire. D’emblée, ou peu s’en faut, il s’acquit l’admiration de la haute société française. C’est dire que lorsqu’il revint à Paris, l’année suivante (1622), il se vit déjà célèbre. L’un après l’autre, tous les grands personnages se mirent à le rechercher ; Richelieu lui-même fit tout ce qu’il put pour s’en faire bien voir, tant il tenait à s’attacher un esprit aussi remarquable […] Sitôt qu’il vit le jour, le recueil obtint un succès prodigieux : non seulement en France, mais dans toute l’Europe […] En somme, Guez de Balzac a rendu à la prose le même service que Malherbe à la poésie. Il a préparé l’éclosion de la prose classique. » (Dictionnaire des Auteurs, I, 208).

Der Prinz (1631), seines pastoralen Vorspiels beraubt, aber 1634 durch Argumente erhellt, behauptet, « die moralische Revolution » darzustellen, die durch Richelieus Herrschaft hervorgerufen wurde. Balzac plädiert dieses Mal für einen monarchischen Paternalismus, bei dem « die Vorsicht die Gerechtigkeit entlastet » gemäß einer Staatsräson, die das öffentliche Wohl im Auge behält. In diesem mit « allen rhetorischen Tugenden » reichen Werk bemüht sich Balzac, « die Perfektion der erhabenen Gattung » zu erreichen, indem er sich auf die « Lettres Sainctes » und die Tradition von Cicero und Seneca stützt.

Durch seine eigenen Widersprüche begründet Balzac einen neuen « Humanismus », heroisch und modern, der unter dem Namen Höflichkeit das Herz, den Geschmack und die Vernunft umfasst. Prosaist und lateinischer Dichter von Rang, erfüllt er das Hauptziel der Statuten der Akademie durch den unbestrittenen Triumph der französischen Literatur. Ergeben an den verborgenen Gott, glaubt er an eine rationale Schöpfung und versucht, die Gesellschaft und die Kunst entsprechend der Natur zu überdenken. « Beobachter », erarbeitet er eine Politik, in der die Kultur sowohl Fürsten als auch Untertanen « menschlicher » machen könnte. Als Verfechter der Zurückgezogenheit, aber dennoch weltlich, plädiert er für Urbanität gegen den doppelten Verrat einer arroganten Ignoranz und des Pädantentums. « Attiker » schließlich, er bezeugt eine Arbeit à la Malherbe, die weder die Spontaneität noch die « vernünftige Wut » eines Théophile erstickt. Kraft und Majestät, aber Sanftmut; Vielfalt, aber Ordnung, Wirtschaftlichkeit und Wahl; Ernsthaftigkeit, aber Feinheit des Spotts und Fröhlichkeit – dies sind die Merkmale der Kunst des Gefallens und Überzeugens, die er dem Hof und der guten Gesellschaft vorschlägt und die einen authentischen Louis XIII. Klassizismus begründen.

Kostbares und wunderschönes Exemplar aus der Bibliothek von Guy Pellion mit Exlibris.

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Zusätzliche Informationen

Auteur

BALZAC, Jean-Louis Guez de.

Éditeur

Paris, Toussainct du Bray, P. Roccolet, Cl. Sonnius, 1631.