Gedruckt in Rouen und verkauft in Paris bei Antoine de Sommaville und Augustin Courbé, 1644.
In-4 von (4) Blättern für den Titel, die Epistel und die Liste der Schauspieler, 130 Seiten und (1) Blatt des Privilegs.
Rotes Marokko, Rahmen aus dreifacher Goldlinie auf den Deckeln, Rücken mit kräftigen erhabenen Bünden reich verziert, Doppelliniengoldschnitt auf den Kanten, breites inneres goldverziertes Band, Goldschnittkanten. Trautz-Bauzonnet.
217 x 160 mm.
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Sehr seltene Originalausgabe von « Le Menteur » von Pierre Corneille.
Tchemerzine, II, S. 550 und 552; Le Petit, S. 161-164; Picot, Bibliographie cornélienne, 35 und 40.
Mit dieser Komödie ebnete Corneille den Weg für die echte Charakterkomödie.
« Après avoir emprunté aux Espagnols le sujet du Cid, Corneille leur emprunta le sujet de sa première comédie sérieuse. La Verdad Sospechosa, qui lui servit de modèle, parut en 1630 sous le nom de Lope de Vega, mais elle fut revendiquée en 1630 par son véritable auteur, D. Juan de Alarcon. C’est de cette pièce […] que Corneille a tiré les traits principaux du Menteur ; il ne fait point difficulté de le reconnaître, et il ajoute dans l’Examen joint à la comédie en 1660, ‘qu’il voudrait avoir donné les deux plus belles pièces qu’il ait faites et que ce sujet fût de son invention’ ». (Picot).
Der Menteur wurde im Laufe des Jahres 1643 von der Marais-Truppe aufgeführt. Dieses Stück ließ daher nicht lange auf sich warten, um gedruckt zu werden.
« Diese Komödie spielt im Wesentlichen mit der Verwechslung von Wahrheit und Schein, mit den verbalen Kunststücken des Helden und mit dem komischen Kontrapunkt, den die ironischen Kommentare des Dieners Cliton bieten ».
« In einem seiner Briefe an Corneille, Balzac, wenn er auch noch nicht von dem Erfolg der neuen Komödie zeugt, scheint zumindest darauf hinzuweisen, dass sie bereits in der Öffentlichkeit diskutiert wurde: ‘Sie werden Aristophanes sein, wenn Sie wollen, sagt er ihm, wie Sie bereits Sophokles sind’ (Brief vom 10. Februar 1643) ».
Die Originalausgaben in-4 der Stücke von Corneille sind selten.
Exemplar mit schönen Rändern dieses Klassikers der französischen Literatur, fein eingebunden von Trautz-Bauzonnet.
Standorte der Exemplare in Frankreich: Bibliotheken von Chantilly und Rouen. Wir konnten in der B.n.F. keine Exemplare lokalisieren.
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