DESCARTES, René. De Homine figuris et Latinitate donatus a Florentio Schuyl. Lugduni Batavorum, Franciscum Moyardum & Petrum Leffen, 1662.
Kl. 4to von (18) Bl., 123 S. (fälschlicherweise numeriert 121), (1) S., 7 ganzseitigen Figuren, 10 außerhalb des Textes, einige ausklappbar, und 48 Figuren im Text. Ganzlederbraun mit Granitoptik aus der Zeit, gesprenkelte Schnitte. Rücken neu gemacht.
201 x 158 mm.
Erstausgabe, veröffentlicht 2 Jahre vor der ersten französischen, basierend auf dem originalen französischen Manuskript, ins Lateinische übersetzt und ohne Genehmigung von Descartes gedruckt. Tchemerzine, II, 798; Guibert, S. 196-198.
Das vorliegende Werk bietet mehrere wesentliche Interessen: -es stellte ein entscheidendes kulturelles Ereignis dar, insofern es sich um die erste Form der Veröffentlichung in Europa handelt, die die Erforschung des menschlichen Körpers radikal von der scholastischen Tradition löst und einlädt, die Atmung, den Blutkreislauf, das Sehen, … wie jedes andere natürliche Phänomen zu behandeln, mysteriöse Mächte als Erklärungen auszuschließen und so trotz punktueller Fehler den Fortschritt biologischer und medizinischer Forschungen zu stimulieren; -es enthält eine Tafel mit beweglichen Teilen, die das Herz beschreibt. Diese Tafel ermöglicht die Entdeckung der inneren Struktur durch ein Verfahren, das auf fliegenden anatomischen Blättern in Venedig im 16. Jahrhundert erschien.