MAROT, Clément. Les Œuvres. La Haye, chez Adrian Moetjens, 1700.
2 Bände in 2 kleinen in 12-Format Bänden: I/ xvi S., 318; II/ S. 319 bis 732, (16) S. Tabellen. Gebunden in rotem Vollmaroquin der Zeit, mit dreifachem Goldrahmen auf den Deckeln, fein verzierten, goldgeprägten Rücken, Goldschnitt über die Kanten, vergoldete Binnenkante, Vorsätze und Spiegel aus Papier mit Goldsternchen übersät, goldgeschnittene Kanten. Einband der Zeit.
134 x 74 mm.
Die kostbarste Ausgabe des 17. Jahrhunderts. Brunet, III, 1458; Tchemerzine, IV, 506; Graesse, IV, 411; Katalog Rothschild 615; Bulletin Morgand et Fatout 11362.
« Hübsche Ausgabe, die meistgesuchte… Es ist schwierig, Exemplare in gut erhaltenen Rändern zu bekommen, bei denen die Blätter keinen bräunlichen Farbton aufweisen » bemerkt Brunet.
In seinen Elegien, Episteln, Balladen, Rondeaus, Liedern, Klageliedern, Epigrammen und Psalmen bringt Marot in der Tat das Beste der alten französischen Lyrik und eine wirklich volkstümliche Inspiration unter dem Lack der höfischen Höflichkeit. Dichter offiziell geliebt von Franz I. und Karl V., prägt Marot mit seinem Talent die erste wirklich bemerkenswerte Epoche der französischen Poesie, deren Geist bei La Fontaine wiedererstehen wird, der es nicht verpasste, „Meister Clément“ zu huldigen.