I-COLMENERO DE LEDESMA, Antonio. Chocolata inda, Opusculum De qualitate & natura chocolatae. Nürnberg, Wolfgang Ender, 1644.
[Gefolgt von:] II–VOLCKAMER, Johann Georg. Opobalsami orientalis In Theriaces Confectionem Romae revocati examen... Nürnberg, Wolgang Ender, 1644.
[Und von :] III-TENTZELIUS, Andrea. Medicina diastatica. hoc est singularis illa et admirabilis ad distans… Jehn, Johannis Birckneri, 1629.
3 Texte in 1 Band klein in-12 gebunden von: I/ 1 Frontispiz auf Doppelseite, (10) Bl., 73 S., (7) S.; II/ 1 Frontispiz, (3) Bl., 224 S., (8); III/ 1 Frontispiz, (7) Bl., 188 S. Der letzte Text ist durchgehend gebräunt, einige Stockflecken, kleine Restaurierung am Rand der S. 83 des zweiten Textes ohne Den Text zu beeinträchtigen. Gebunden in starrem Pergamenteinband der Zeit mit Umschlag, glatter Rücken. Einband der Zeit.
120 x 67 mm.
Dieser Abhandlung über Schokolade, ursprünglich 1631 von Antonio Colmenero de Ledesma auf Spanisch verfasst, wurde von Marcus Aurelius Severinus ins Lateinische übersetzt.
Der vorliegende Text über Schokolade überschritt schnell die Grenzen, da dieses Lebensmittel immer beliebter wurde. Dieser Text wird einer der wichtigsten Texte des Jahrhunderts über Schokolade sein und weit verbreitet auf dem Kontinent, 1641 ins Französische, 1644 ins Lateinische und 1678 ins Italienische, aber auch 1652 ins Englische übersetzt.
Er wird hier gefolgt von Auszügen aus zwei weiteren Abhandlungen: einem Aufsatz über den Kakaobaum von J.-E. Nieremberg, und einem Artikel über Hypochondrie von P. Zacchias.
«Antonio Colmenero de Ledesma schrieb seine Monographie 1631, betitelt ‚Curioso tratado de la naturaleza y calidad del chocolate‘, eine vielzitierte und oft übersetzte Veröffentlichung. Colmeneros Text war in ganz Europa hoch verbreitet, so sehr, dass verschiedene Ausgaben und Übersetzungen seines Werkes schwer einem bestimmten Autor zuzuordnen waren.» (L. Grivetti & H-Y. Shapiro, Chocolate: history, culture and heritage).
In diesem Werk betrachtet Colmenero die medizinischen Tugenden der Schokolade, und in dieser Hinsicht wird er in vielen Bibliographien und medizinischen Zeitschriften des 17. und 18. Jahrhunderts erwähnt. Laut dem Autor ermögliche Kakao den Erhalt einer guten Gesundheit und mache die Konsumenten korpulent, schön und liebenswürdig.
Der Autor präsentiert hier auch erstmals das Rezept eines Schokoladengetränks aus 100 Kakaobohnen, Trockenfrüchten, Gewürzen, aber auch Chilis und Zucker. Dieses Rezept wird im Laufe des 17. Jahrhunderts von vielen Autoren übernommen und verändert, wie: Thomas Hurtado, Autor von Chocolate y tabaco, Ayuno eclesisatico y natural 1645, Thomas Gage, Autor von The English American: his travel by sea 1648, und Henry Stubbe, Autor von The Indian nectar, or, a Discourse concerning Chocolata 1662.
Antonio Colmenero de Ledesma war ein leidenschaftlicher Schokoladeliebhaber, der die zahlreichen medizinischen Eigenschaften dieser Bohnen förderte.
Der vorliegende Traktat ist mit einem sehr schönen Frontispiz auf Doppelseite illustriert, das Neptun auf seinem Meereswagen zeigt, dem eine Inderin eine Schachtel Pralinen anbietet.
«Die Figur stellt eine von Meerespferden gezogene Muschel dar. Der Inder, der sie führt, mit einem Dreizack versehen, übergibt einem Kontinentalbewohner eine Schachtel Pralinen mit dem Vermerk ‘chocolat inda’».
II/ Reihe von Artikeln und Kontroversen, von verschiedenen Ärzten der Zeit, über einen orientalischen Balsam. Krivatsy 12472; Poggendorff, II, 1228; Oberlé, Nr. 730.
Das schöne Frontispiz zeigt einen Inder mit der Pflanze und einem Apothekertopf.
Ansprechendes Exemplar dieses grundlegenden Traktats über Schokolade, erhalten in seinem Pergament-Umschlag der Zeit.
Herkunft: Ex Libris Christoph. Iac. Trew. M. D.