Paris, Nr. 01 (15. Februar) – Nr. 02 (1. April) – Nr. 03 (1. Mai) 1874.
3 Hefte im Großformat in-8, fortlaufend von 1 bis 224 paginiert. In den originalen grünen Broschüren aufbewahrt. Einige Flecken. In einem Umschlag und Schuber aus grün marmoriertem Papier aufbewahrt.
254 x 163 mm.
Seltene Originalausgabe, vollständig mit den drei Nummern, dieser bemerkenswerten literarischen Zeitschrift, die von Charles Cros gegründet wurde.
„Die Revue du Monde Nouveau erscheint am ersten eines jeden Monats und veröffentlicht unveröffentlichte Originalwerke aller Dichter, Prosaschreiber, Wissenschaftler, Maler und Bildhauer, Musiker, deren Talent eine Ära prägen muss. Die Revue du Monde Nouveau wird die wichtigste Sammlung sein, die konsultiert werden muss, um die Veränderungen zu verstehen, die in allen Bereichen Kunst und Wissenschaft in unseren so stürmischen Zeiten erfahren. Diese Zeitschrift, die mit klarsichtiger Unabhängigkeit und ohne jeglichen Parteiensinn verfasst ist, wird daher eine wertvolle Fundgrube für diejenigen sein, die sich aktuell oder zukünftig für die Manifestationen des menschlichen Geistes interessieren.“ Die Zeitschrift, finanziert von Nina de Villard und geleitet von Charles Cros und Henri Mercier, wird nur drei Ausgaben haben, im Februar, April und Mai 1874. Eines der Hauptziele dieser literarischen Zeitschrift war es, neue Talente zu entdecken und Schätze ans Licht zu bringen.
Viele Autoren jener Zeit trugen zum Erfolg dieser Zeitschrift bei: Théodore de Banville, Antoine Cros, Léon Dierx, Leconte de Lisle, Sully Prudhomme, Mallarmé, Léon Cladel, Zola, Charles Cros, Henri Mercier, Cressonnois, Cabaner, Léon Valade, Hérédia, Germain Nouveau, Alphonse Daudet, Polémon, Villiers de L’Isle-Adam. Unter den in dieser Zeitschrift versammelten Texten kann man bereits im ersten Heft das Prosa-Essay von Mallarmé mit dem Titel Le Démon de l’analogie oder die erste Veröffentlichung von Das unbekannte Gast (Convive des dernières fêtes) von Villiers de l’Isle-Adam bemerken. Le Candidat von Gustave Flaubert, von Villiers de l’Isle-Adam, erscheint ebenfalls hier zum ersten Mal, in der zweiten Ausgabe.
„Jenseits der Legenden und ihrer unvermeidlichen Ausschmückungen kenne ich persönlich kein bemerkenswerteres Zeugnis der Aufregung eines Milieus und einer Zeit als die drei Nummern der Revue du Monde Nouveau, die Charles Cros 1874 gründete. Während die dritte Umschlagseite die Gedichtsammlung (Les Chansons perpétuelles) und das wissenschaftliche Werk, das er vorbereitet (Mécanique cérébrale, erster Teil: „La Perception“), ankündigt, versammeln die verschiedenen Rubriken Gedichte von Leconte de Lille, Banville, Germain Nouveau oder Charles Cros; Prosagedichte wie „Le démon de l’analogie“ von Mallarmé; Novellen von Daudet, von Zola (Villégiature), von Villiers de l’Isle-Adam (Le convive inconnu, aufgenommen in Contes cruels); eine Gravur nach Manet, die ein Sonett illustriert, das Charles Cros Nina de Villard widmet. Aber immer wieder vom unermüdlichen Initiator aller Abenteuer: „Die moderne Alchemie“ (über die Herstellung von Edelsteinen); „Die Wissenschaft der Liebe“ oder „Die Kirche der Totalisten“ (die ohne Signatur in der Abteilung „Bibliographie“ erscheint)“. (D. Grojnowski, Charles Cros: ein Avantgarde-Soldat).
Die Zeitschrift ist mit 4 Gravuren illustriert nach Zeichnungen von Em> Manet (Eine Pariserin), Präault (Jacques Cœur), Henri Cros (Madame Viole), und H. Rousseau (Mariano de Padilla).
Seltene Originalausgabe dieser literarischen Zeitschrift, bewahrt wie erschienen, in ihren gedruckten grünen Broschüren.