Paris, Im Büro des Konservators, bei Normant Fils (Rue de Seine), 1818-1820.
6 Bände in-8 von 632, 656 (Paginierungsfehler zwischen 93 und 113 – ohne Mangel – konform mit anderen Exemplaren), 624, 640, 632 und 640 Seiten (Riss am Rand der S. 31 ohne Textverlust).
Ganz in Wurzelleder gebunden, glatte, fein verzierte Rücken, Titelschildchen und Bandnummerierung in grünem Maroquin, obere Scharniere und zwei Kapitalen abgerieben. Einband aus der damaligen Zeit.
200 x 123 mm.
Seltenes Einzelstück und vollständiges Set dieses „ultra-royalistischen“ Journals, dessen führende Persönlichkeit Chateaubriand war.
Angesichts des Erfolgs der liberalen Zeitung La Minerve wollte die royalistische Partei nicht untätig bleiben und ihre Mitglieder beschlossen daher, eine Zeitung zu gründen, die sie Le Conservateur nannten.
Vollständige Sammlung von allem, was über dieses ultra-royalistische Periodikum, geleitet von Chateaubriand und einigen monarchieverbundenen Freunden, erschienen ist. Insgesamt 78 Ausgaben, gedruckt von Oktober 1818 bis März 1820. Das Motto dieser Zeitung ist auf jeder Titelseite eingedruckt: „Le Roi, la Charte et les Honnêtes Gens„.
Dieses Organ vereinte von Oktober 1818 bis März 1820 die besten Schreiber der ultra-konservativen Partei: der Kardinal de la Luzerne, der Abt de Lamennais, der Herzog von Fitz-James, der Marquis d’Herbouville, der Graf de Salaberry, die Vikomte de Bonald und de Castelbajac, Genoude, Berryer fils, etc.,
Die Autoren prangerten insbesondere die Politik der Regierung von Armand Emmanuel du Plessis de Richelieu und später die von Elie Decazes an, denen vorgeworfen wurde, revolutionäre Interessen zu verteidigen, die die Charta von 1814 gefährdeten.
In seinen Mémoires d’Outre-tombe schätzt Chateaubriand, dass die „von dieser Zeitung bewirkte Revolution beispiellos war: in Frankreich veränderte sie die Mehrheit im Parlament; im Ausland verwandelte sie den Geist der Kabinette.“
Sie hatte sowohl großen Erfolg in der Presse als auch in der öffentlichen Meinung, da sie einen bemerkenswerten Einfluss auf die Öffentlichkeit hatte.
Die Zeitung wurde in den ersten Ausgaben in einer Auflage von dreitausend Exemplaren gedruckt, dann schwankte sie ab November 1818 zwischen siebentausend und achteinhalbtausend Exemplaren.
Il cessa de paraître, lorsque la censure fut rétablie en février 1820 à la suite de l’assassinat du duc de Berry. Cette résolution fut annoncée aux souscripteurs par une lettre de Chateaubriand achevant la 78e und letzte Lieferung abschloss.
« En résumé, c’est dans ce recueil justement célèbre, foyer ouvert à tous les regrets, à tous les ressentiments à toutes les exagérations des ultras, qu’il faut surtout chercher la politique royaliste pendant les dix-huit mois qu’il vécut. À sa dissolution, quelques-uns de ses rédacteurs, en tête desquels était Lamennais, fondèrent Le Défenseur, journal religieux, politique et littéraire. 1er mars 1820-11 oct. 1821. 6 vol. in-8°. Cette nouvelle feuille devint le champion ardent, passionné et pour ainsi dire officiel de la philosophie de Lamennais. Il y eut pour collaborateurs MM. de Bonald, Saint-Victor, Genoude, le cardinal de la Luzerne, Lamartine, etc. » (Hatin, Bibliographie historique et critique de la presse périodique française etc., pp. 338-340).
„Was uns betrifft, haben wir keine Angst. Unsere Prinzipien sind die der Religion, der Ordnung und der Gerechtigkeit: Früher oder später werden wir mit diesen Prinzipien triumphieren. Die Wahrheit wird immer das Gebäude des Irrtums und der Lüge umstürzen. Überall, wo das Heidentum seine falschen Götter aufgestellt hatte, sandte der Himmel einen Zerstörer; jeder heidnische Tempel sah einen bewaffneten Barbaren an seinen Toren. Die Vorsehung stoppte die Fackel und den Hebel erst, als das untreue Geschlecht verändert wurde: dann erhob sich ein Kreuz auf den Denkmälern, und alles war gesagt.“ (Chateaubriand, Auszug aus dem Conservateur).
Exemplar von Qualität in zeitgenössischer Einband.