SABATIER DE CASTRES, Abt Les trois Siècles de la Littérature française ou tableau de l’esprit de nos écrivains, depuis François Ier, jusqu’en 1779 : par ordre alphabétique.

Preis : 23.000,00 

Kostbare und sehr schöne Ausgabe, speziell gebunden für die persönliche Bibliothek von Königin Marie-Antoinette im Schloss Trianon.
Teilweise originale Ausgabe der Drei Jahrhunderte der französischen Literatur von Abbé Sabatier de Castres.

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Artikelnummer: LCS-18431 Kategorien: ,

Den Haag und Paris, bei Moutard, 1779.

4 Bände im in-12-Format von: I/ cvii S. (pt. Lücke S. xxi), 387 S.; II/ (1) Bl., 488 S.; III/ (1) Bl., 454 S.; IV/ (1) Bl., 443 S., kl. Riss am weißen Rand der letzten S.

Einbände aus vollgesprenkeltem Kalbsleder, auf den Deckeln geprägt mit den Waffen der Königin Marie-Antoinette unter der Königskrone in dreifachem Rahmen in goldenem Kleinfeuer, glatte Rücken verziert mit Ranken und Quasten, Titelschilder aus grünem Maroquin, Titel in Goldbuchstaben, tragen den Goldstempel „C.T.“ (Schloss Trianon) unter der Königskrone für das Petit Trianon, alle Schnitte gesprenkelt. Königliche Einbände der Epoche.

167 x 99 mm.

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Teilweise Originalausgabe der « Drei Jahrhunderte der französischen Literatur » des Abbé Sabatier de Castres.

Sabatier a souvent attaqué durement Voltaire dans Les Trois siècles. Voltaire, bien entendu, a vivement réagi. Il l’appelait l’abbé Sabotier (M, t. X, p. 197 ; t. XXIX, p. 39). Dans sa correspondance, il n’a pas de mots assez durs contre « le plus vil des scélérats » (D19090). Dans l’Épître dédicatoire aux Lois de Minos, Sabatier est considéré comme « l’écrivain le plus misérable et le plus bas » qu’on puisse imaginer (M, t. VII, p. 172). Sabatier n’était pas seulement opposé à Voltaire, mais à tout le mouvement des Lumières. Il s’agit d’une « Philosophie tyrannique et inconséquente […] [qui] suffoque ou corrompt le germe du talent » (T.S., t. I, p. 1-2). Bref, la littérature nouvelle se caractérise par « un ton imposant, un style dogmatique, un jargon maniéré, des phrases sentencieuses, des sentiments enthousiastes, la répétition de ces mots parasites humanité, vertu, raison, tolérance, bonheur, esprit philosophique, amour du genre humain et mille autres termes qui sont devenus la sauvegarde des inepties » (Corr. litt., p. 241). Dans Les Trois siècles, Condorcet, Diderot, Duclos, Marmontel sont traités sans ménagement ; seuls Condillac et Rousseau trouvent grâce aux yeux de Sabatier, Rousseau surtout : « on ne peut lui disputer la gloire de l’éloquence et du génie et d’être l’écrivain le plus mâle, le plus profond, le plus sublime de ce siècle » (t. IV, p. 139).

Die drei Jahrhunderte der französischen Literatur machten ihn berühmt, schufen ihm aber viele Feinde. Man bestritt Sabatier die Urheberschaft der drei Jahrhunderte.

Der Abbé Martin, Vikar der Pfarrei Saint-André-des-Arts, bei dem Sabatier „jeden Morgen Stil und Wissen erlernte“ (M.S., 7. August 1774, Band VII, S. 225), wurde von J. Lenoir-Duparc in seinen Beobachtungen zu den Drei Jahrhunderten der französischen Literatur (1774) als der wahre Autor dargestellt. Der Abbé Beaudoin, Großmeister des Kardinal-Lemoine-Kollegs, unterstützte diese Interpretation. Die Angelegenheit zog sich in die Länge und begann im Mai 1780 vor dem Châtelet verhandelt zu werden, obwohl der Abbé Martin in der Zwischenzeit verstorben war.

Finalement, une sentence du 4 juillet 1780 trancha l’affaire : Sabatier devra reconnaître par écrit que l’abbé Beaudoin est « un homme de probité et d’honneur » ; chaque partie devra renoncer à ses prétentions quant aux dommages et intérêts ; enfin, les frais de la sentence incomberont à Sabatier. Palissot se plaint, dans les Mémoires sur la littérature, d’avoir été plagié par Sabatier. Les Mémoires, dit-il, ont été « presque toujours pillés et déshonorés dans ce qu’il [Sabatier] a dit d’un peu raisonnable » (Palissot, t. V, p. 309). Sabatier s’en défend dans ses Articles inédits de la 7ème Ausgabe der Drei Jahrhunderte (S. 14-16). Gemäß den M.S. verdankt Sabatier dem „Ruf“, den ihm seine „Drei Jahrhunderte“ im „gegnerischen Lager“ verschaffen, seine Ernennung zum Hauslehrer der Kinder von Vergennes, des Ministers für auswärtige Angelegenheiten, im Januar 1776.

Kostbares und sehr schönes Exemplar speziell gebunden für die persönliche Bibliothek von Königin Marie-Antoinette im Schloss Trianon.

Marie-Antoinette förderte die Künste, indem sie Gluck gegen Kabale und Routine unterstützte, die Literatur, indem sie Chamfort und Delille schützte, und sie erwies sich in den langen qualvollen Tagen der schlechten Zeiten als würdige Tochter der großen Maria Theresia.

Ihre Bibliothek war eine der umfangreichsten ihrer Zeit, und wenn auch viele Theaterstücke, Romane und unter diesen die kleinen modischen Bücher vertreten waren, denen der Parteigeist in unserer Zeit versucht hat, eine Art Skandal zu machen, obwohl sie damals in den Händen der ehrlichsten und tugendhaftesten Frauen waren, so wäre es ungerecht zu vergessen, dass die Meisterwerke des menschlichen Geistes den ersten Platz einnahmen mit Pascal, Bossuet, Fénelon, Bourdaloue, Massillon, Boileau, Jean-Baptiste Rousseau, Corneille, Molière, Racine, Regnard, Voltaire und vielen anderen, deren Namen man im Katalog findet.

Die Bände, die die Schränke des kleinen Trianon schmückten, blieben größtenteils in Versailles; einige bereicherten das reiche Kontingent der Nationalbibliothek, andere wurden bei der Gründung der zentralen Landesschulen, das heißt 1795, nach Périgueux und Bourges gebracht und später in öffentlichen Bibliotheken hinterlegt. Sie sind bescheiden in porphyrfarbenes Kalbsleder gebunden, gesprenkelt mit schwarzen Punkten auf einem dunklen roten Hintergrund, der manchmal in ein tiefes Violett übergeht. Die Deckel, von einem dreifachen Filet eingerahmt, tragen in der Mitte das Wappen der Königin; auf dem Rücken befinden sich einige Blumenornamente, und unten sind die mit Krone versehenen Initialen C.T. (Château de Trianon) in Gold geprägt. Die Schnittkanten, in blonder oder blass erdfarbenen Tönen, sind rot gesprenkelt. Man findet auch viele Bände in Halbleinen, mit Rücken und Ecken aus gelbbraunem Kalbsleder und den Wappen auf dem Papier.

Herr Baron Pichon hat uns die Namen der Handwerker verraten, die mit dieser Arbeit betraut waren. Die Kalbslederbindungen stammten aus den Werkstätten des Buchbinders Fournier.

Dieses Exemplar ist unter der Nr. 554 im Katalog der Bibliothek von Königin Marie-Antoinette im Petit Trianon aufgeführt (P. Lacroix, 1863).

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Zusätzliche Informationen

Auteur

SABATIER DE CASTRES, Abt

Éditeur

Den Haag und Paris, bei Moutard, 1779.