Paris, G. Charpentier, 1884.
In-8 von (4) Bl., davon 2 leer, 337 S.
Blauer Jansenistenmaroquin, Rücken mit Bünden, goldene Innenfilets, Futter aus havannafarbenem Maroquin, Vorsätze aus blauem und goldenem Tabis, goldene Schnitte auf Zeugen, gelbe Umschläge eingebunden. Einband signiert Marius Michel.
185 x 115 mm.
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Erstausgabe dieses Klassikers der provenzalischen Literatur.
Carteret, Le Trésor du bibliophile, 197.
Kostbares Exemplar, eines von 175 auf holländischem Papier gedruckten.
«Roman, den Alphonse Daudet (1840-1897) 1884 veröffentlichte und der zu den wichtigsten Werken seiner zweiten Art, oder ‚pariserischen Art‘ zählt. Inspiriert von einem mittlerweile triumphierenden Realismus (der sich bereits zum Naturalismus entwickelte), ist die Handlung von großer Einfachheit: Der Autor beschränkt sich darauf, die Ereignisse, die nichts als ganz alltäglich sind, aus dem Leben einer einzigen Figur zu verfolgen. Es geht um einen jungen Provenzalen, der in Paris eine Gruppe von Künstlern besucht und in den sich eine sehr schöne Frau verliebt, ein bekanntes Modell unter dem Namen Sapho…
Daudet, der aus eigener Erfahrung eine gewisse übel beleumundete Gesellschaft der Hauptstadt kannte, wollte ein Thema, das bereits in ‚Manette Salomon‘ behandelt wurde, genauer wiederaufnehmen und im Sinne eines gesunden, bürgerlichen Ideals gegenüber den Reizen der Boheme verteidigen. Das Buch hat eine signifikante Widmung: ‚An meine Söhne, wenn sie zwanzig Jahre alt sein werden.‘ Doch ‚Sapho‘ hat nichts von dem kalten Strenge eines Thesenromans; die natürliche Lebendigkeit von Daudets Kunst, dieser breite Strom menschlicher Sympathie, der all seine Bücher belebt, verleiht seinem Werk auch heute noch ein gewisses Interesse. Zudem findet man dort diese Kunstanständigkeit, diese Wahrheitssuche und Strenge in der Analyse, die die besten Romane der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts charakterisieren». (Dictionnaire des Œuvres, VI, 38).
Schönes Exemplar dieses Klassikers der provenzalischen Literatur, zur Zeit gebunden mit den gelben Umschlägen in mit Maroquin gefüttertem Maroquin von Marius Michel.
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